30/01/2010 Boney M.feat.Liz Mitchell LIVE in Stuttgart

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30/01/2010 Boney M.feat.Liz Mitchell LIVE in Stuttgart

Сообщение  Admin в 17/1/2010, 03:14



30. Januar: Stuttgart (Germany): Konzert mit Live-Band

LIVE-концерт Boney M. feat.Liz Mitchell в Штуттгарте (Германия)
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LIVE in Stuttgart

Сообщение  Admin в 2/2/2010, 02:35



Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 01.02.2010

Disco Die Sängerin Liz Mitchell und ihre Band sind im Stuttgarter Beethovensaal als Boney M. aufgetreten.

Von Michael Werner

Diese Musik lag in der Luft, damals, Mitte der Siebziger. Es brauchte nur jemanden, der sie einfing wie mit dem Schmetterlingsnetz. Der Produzent Frank Farian aus dem Saarland traute sich das zu: Er schrieb den Soundtrack der späten siebziger Jahre, er sorgte dafür, dass gar nicht so dumme, irgendwie exotische Texte mit eingängigen Melodien verbandelt wurden, er entlockte seinem Keyboard die quietschenden Discosounds, und er suchte sich drei karibische Sängerinnen und einen karibischen Tänzer, die seine Ideen von einer liebenswerten Rambazamba-Strandbar visualisierten.

Die Musik von Boney M. - so nannte Farian sein Projekt - war vielleicht ein bisschen trivialer als die von David Bowie, aber sie kam in Europa, in Afrika und in der Karibik gut an. Und heute staunt man, wie innovativ die Exotikinszenierung damals gewesen ist. In einer Zeit, als die Urlaubswelt der Deutschen allenfalls bis Spanien reichte, sang Boney M. von der "Bahama Mama". Das heißt, mit dem Singen war das ja so eine Sache bei Boney M. Die eine Hälfte des Quartetts durfte bloß die Lippen bewegen zu dem, was die andere Hälfte - und Frank Farian selbst - im Studio eingesungen hatten. Am meisten gesungen hat die gebürtige Jamaikanerin Liz Mitchell.

Liz Mitchell ist heute eine gestandene Frau von 58 Jahren, und im Beethovensaal kommt sie ohne Umschweife zur Sache. Zwei Gospels zum Aufwärmen singt sie, dann "Sunny", "Painter Man", "Daddy Cool" und "Ma Baker". "Ein klein bisschen den Körper bewegen ist gut für die Herz", erklärt die Sängerin, die stimmliche Urgewalt auf das Erquicklichste mit durch und durch sympathischem Entertainment kombiniert. Und schon strömen die Menschen zur Bühne und tanzen, und das tun sie bis zum Schluss, während die ganz ausgezeichnete elfköpfige Band Frank Farians Discosound mit viel Gespür auf funky trimmt.

Ein furioses Rhythmustrio wirbelt da durchaus zeitgemäß percussiven Staub auf, eine scharfkantige Bläsersektion formuliert ekstatische Kurzgeschichten, und zwei Kosängerinnen sowie ein bassig brummelnder Tänzer machen die schöne Illusion einer Boney-M.-Auferstehung perfekt: Wen kümmert es, dass Frank Farian Mitte der achtziger Jahre die Produktion von Boney-M.-Songs eingestellt hat, wenn Liz Mitchell entfesselt "Brown Girl in the Ring" schmettert und die anderen "Schalalalala" gurren? Authentischer ist Boney M. anno 2010 kaum vorstellbar.

Was für eine außergewöhnliche Künstlerin da die liebgewonnene musikalische Erinnerung einer einst aufbruchssüchtigen Generation zelebriert, zeigt sich vielleicht am anrührendsten, wenn Liz Mitchell den Boney-M.-Kanon vorübergehend verlässt, um sich ihrer Gospel-Leidenschaft zu widmen. In der ruhigen Kirk-Franklin-Nummer "My Life is in your Hands" geht sie durch die Stuhlreihen, verschenkt ihr hinreißendes Lächeln und schafft mit ihrer freudesatten Stimme tatsächlich transzendente Augenblicke. Jetzt noch "Rasputin" und "Rivers of Babylon", die schäumen vor lauter Energie. So viel Hingabe! Liz Mitchell tut gut - und Boney M. sowieso.
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